Umgang über alles…

Baby allein

Von Zwangsbegutachtung, Ordnungsgeld und dem Recht auf Umgang

Heute stelle ich euch erneut einen Fall vor, in dem Gerichte sowie alle weiteren beteiligten Fachleute natürlich wie immer ausschließlich auf das Wohl des Kindes achten und dafür sorgen, dass unter allen Umständen das Kind sein Umgangsrecht ausüben „darf“ – ob es will oder nicht...

Ein weiteres Beispiel, wie heutzutage mit Kindern und Müttern umgegangen wird, wenn ein Vater Umgang begehrt und wie schnell eine Mutter zu einem Ordnungsgeld verdonnert wird, wenn das Kind sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den Umgang wehrt.

In diesem haarsträubenden Fall wird eine Frau während einer instabilen Beziehung schwanger, der Mann drängt auf Abtreibung, die Frau entscheidet sich für das Kind und trennt sich von ihm. In der Folge wird sie von ihm terrorisiert und massiv gestalkt, beleidigt und belästigt. Schließlich verlässt der Mann Deutschland und für die Mutter mit ihrem ungeborenen Kind tritt Ruhe ein – bis kurz vor dem Geburtstermin. Da taucht der Mann wieder auf und stalkt die Frau weiter wie zuvor. Plötzlich ist das Kind sein „Wunschkind“ und er kündigt an, bis an sein Ende darum kämpfen zu wollen.

Nach der Geburt des Kindes steht der Vater vor der Tür der Mutter, die diese aus Angst nicht öffnet und die Polizei ruft, die dem Vater einen 7-tägigen Platzverweis erteilt. Der Vater sprach noch in der ersten Lebenswoche beim Jugendamt vor, das die Mutter dann darüber aufklärte, wie wichtig doch der Vater sei. Mit gerichtlicher Unterstützung sorgte er dann dafür, dass seine Vaterschaft anerkannt wurde, was ihn jedoch nicht zu Unterhaltszahlungen veranlasste. Direkt nach erfolgter Vaterschaftsanerkennung wurden immer wieder Umgangsanträge gestellt, woraufhin das Baby dann 3x wöchentlich in der fremden Umgebung einer Elternberatungsstelle ohne Anwesenheit der Mutter sein Umgangsrecht wahrnehmen „durfte“, wobei es vorkam, dass es bis zur Bewusstlosigkeit schrie. Eine Eingewöhnung des Kindes an die Umgangssituationen, wie von der Mutter gewünscht wurde nicht gestattet. Das Baby war von ihr zum Zwecke der Umgangsausübung dort wie ein Paket abzuliefern. 2x nach solchen Umgängen, die von der Beratungsstelle, die die Umgänge durchführte glücklicherweise frühzeitig abbrach, musste ein Notarzt sich um das Baby kümmern.

Auch dass der Vater bei späteren Übergabesituationen vor den Augen des Kleinkindes handgreiflich wurde und es zu gebrochenen Knochen bei Mitanwesenden kam und er die Mutter angriff, hatte nur die Auswirkung, dass die Mutter, die dies thematisierte als bindungsintolerant gilt. Es musste ein Gutachten her, das wie so oft, zahlreiche Mängel enthielt.

Inzwischen verweigerte das Kleinkind den Umgang und wurde daher u.a. von Mitarbeitern des Kinderschutzbundes unter heftiger Gegenwehr und lautem Schreien und Festhalten am Autositz aus dem mütterlichen Auto gezerrt. Schließlich muss das Recht des Kindes auf Umgang gewahrt werden, nicht wahr...?! Die Mutter wurde gerichtlich unter Druck gesetzt und ihr Sanktionen angedroht, wenn sie nicht dafür sorge, dass das Kind aussteigt.

Um dieser Situation zu entgehen musste das schreiende Kleinkind fortan von der Mutter in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes abgeliefert werden, wo der Vater es abholen sollte. Die Mutter musste sich dann entfernen und das Haus verlassen, andernfalls sollte ein Ordnungsgeld verhängt werden. Da die Mutter das Kind vor weiteren traumatischen Situationen schützen und es nicht dieser Situation aussetzen wollte, die zudem massiv die Mutter-Kind-Bindung sabotiert hätte, weigerte sie sich und kassierte ein Ordnungsgeld von 2.000 Euro.

Wer diese Geschichte ausführlich nachverfolgen will, findet sie hier: KLICK

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Inzwischen ist das Kind fast 7 Jahre alt, das Kind hat nach wie vor keine Bindung zum Vater und wegen einer unbefristeten Gewaltschutzanordnung kommunizieren die Eltern nicht miteinander. Der Vater, bislang ohne Sorgerecht, wollte nun die Alleinsorge und beantragte diese bei Gericht. Es sollte ein Gutachten erstellt werden und das Gericht wies diese Aufgabe einem Militär-Psychologen zu, der seine kinderpsychologischen Kenntnisse damit rechtfertigte, dass er ein Enkelkind habe. Dies scheint für das Familiengericht ausreichend zu sein, um in einem solchen Fall ein Sachverständigengutachten, das über das Leben eines Kindes befinden soll, fachlich fundierte Aussagen tätigen zu können, auf deren Basis eine gerichtliche Entscheidung erfolgen kann. Das Gericht sieht keine Zweifel an der Kompetenz des ausgewählten Gutachters.

Wie man im Bericht der Mutter lesen kann, war der Sachverständige in der Ausführung und Erstellung seines wissenschaftlichen Gutachtens äußerst kreativ, versuchte die Mutter schlecht zu reden, Zeugen lächerlich zu machen und blendete gekonnt die Gewaltätigkeit des Vaters aus. 

Bereits ohne das Kind zu sehen, konnte der Sachverständige dem Kind eine Funktionsstörung bescheinigen, versuchte eine im Gespräch mit der Mutter anwesende Zeugin zu verunsichern und fordert 2 Jahre später, diese Zeugin auf vorhandene Wahrnehmungsstörungen zu prüfen, gab sich ansonsten voreingenommen und weigerte sich, die vorliegende Aktenlage bzgl. der väterlichen Gewaltanwendungen und der Bemühungen der Mutter, das Kind trotz allem zum Umgang zu überreden, zu ignorieren. Offenbar war er nicht an Tatsachen und möglichen Ursachen interessiert. Umso mehr jedoch an Schweigepflichtsentbindungen für die Befragung des Hausarztes und der Eltern (ausschließlich) der Mutter. 

Der Sachverständige bestätigt später, dass er während des informellen Gesprächs mit der Mutter, diese bereits heimlich begutachtet hätte. Aus diesem und einigen anderen Gründen lehnt die Mutter diesen Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit ab und wurde dennoch Ende 2017 zwangsbegutachtet

Nachzulesen ist dieses Vorgehen hier: KLICK

Noch immer ist diese Geschichte nicht beendet. Das Gutachten soll in Bälde vorliegen. Die Mutter beabsichtigt, auch darüber wieder zu schreiben, denn offensichtlich ist sie bereits vorverurteilt.

spurlos

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