In den ersten 3 Jahren ist eine Mutter nicht zu ersetzen

Mutter mit Kleinkind

Ein wirklich hörenswertes Interview

Auch wenn viele es in Zeiten der Gleichmacherei gerne anders hätten, Mütter spielen zu Beginn eines neuen Lebens eine immense Rolle und sind nicht nur körperlich sondern auch seelische Nahrungsquelle für ihr Kind.

Nach Dr. Maaz (Psychiater, Psychoanalytiker und Autor) hier im Interview ist die beste Voraussetzung zur optimalen kindlichen Entwicklung kurz und knapp zusammengefasst: Bindung. In den ersten 3 Jahren ist eine Mutter nicht zu ersetzen.

Es erklärt sich eigentlich von selbst, dass Bindung nicht per Zwang aufgebaut werden kann. Wenn Kinder jedoch gezwungenermaßen immer wieder auf jemanden treffen, der 

  • weder ihre jeweiligen Bedürfnisse erkennt oder erfüllt, 
  • noch Verständnisvoll agiert, 
  • es so wie es ist mit all seinen Facetten vorbehaltlos annimmt und
  • stattdessen Unzuverlässigkeiten zeigt, wenn das Kind gerade etwas braucht (Bedürfnisbefriedigung), 


UND die Hauptbezugsperson (die eben meist die Mutter ist) für das Kind in dem Moment nicht vorhanden ist, darf man ruhig mal die Frage an die im Familiengericht anzutreffenden Professionen, die als Fachleute dort agieren, stellen, WIE eine ernsthafte und beständige Bindung zu jemand aufgebaut werden soll, der z.B.

  • Umgang per Zwang und Gewalt ausübt, indem er das Kind per Polizei zum Umgang abführen lässt,
  • es dank körperlicher Überlegenheit trotz heftigster und anhaltender Gegenwehr ins Auto verfrachtet und mitnimmt,
  • es nicht wie abgesprochen zurück bringt,
  • das Kind auch bei fehlendem Vertrauen es zum Zwecke des ungestörten Umgangs von der Hauptbezugsperson entfernt,
  • Kleinstkinder Umgang ohne Sichtkontakt zur Hauptbezugspersson durchsetzt und das Kind die Trennung währenddessen als „für immer erlebt“ (und das immer wieder aufs Neue) und dergleichen.

Nur weil ein Kind eine Situation aushalten kann, weil es diese irgendwie übersteht und sich schließlich irgendwann ohnmächtig fügt, heißt es doch nicht, dass es das nun „gelernt“ hat und man das Kind immer wieder solch einer Situation, die je nach Entwicklungsstand und individueller Charakteristik sehr unterschiedlich sein können, aussetzen muss. - Weil das Kind schließlich das Recht dazu hätte...

Kinder müssen in diesen jungen Jahren nicht lernen, „auszuhalten“ und ihre eigenen Bedürfnisse denen Erwachsener, die „gleiche Rechte“ einfordern, unterordnen und dabei Schaden nehmen und sogar Brüche in der Beziehung zur Mutter erleben, die das Kind schließlich nicht vor diesen Situationen beschützen kann, wie sie es auch vor anderen Verletzungen zuverlässig schützt.

Wo sind denn in den ganzen Fachgesprächen zum Sorge- und Umgangsrecht und „Nachtrennungs-Lebensformen“ nicht-politische Fachleute aus Gebieten wie Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpsychiatrie, Entwicklungspsychologie, Pränatale Psychologie usw.? Es ist immer wieder suspekt, warum fachfremde (oder von Lobbyisten ausgebildete) Menschen sich anmaßen, über weitreichende Entscheidungen und Lebensformen, ja einen kompletten Lebensweg, verfügen zu können. Wenn man wirklich im Sinne des Kindeswohls agiert und Rechte und Bedürfnisse der Kinder wahren will – warum holt man nicht die „echten Experten“ in die Diskussionsrunde?

„Man“ denkt, bis man es selbst miterleben muss, dass die im Dunstkreis der Familiengerichte anzutreffenden Fachleute über dieses Basiswissen des Bindungsaufbaus verfügen UND in der Praxis anwenden.
Leider wird „man“ dann sehr schnell desillusioniert, worum es wirklich geht...


Das Interview führte Jenniffer von Berufung Mami.

Mehr von Dr. Hans-Joachim Maaz gibt es unter www.hans-joachim-maaz-stiftung.de

Es gibt auch ein Buch von Dr. Maaz, das ich zwar noch nicht selbst gelesen, aber viel Gutes darüber gehört habe, das für Mütter an dieser Stelle interessant sein dürfte:

Der Lilith-Komplex: Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit*

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